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Aktionstag "Aktion Mensch" 2015

Im Jahr 2015 fand der Aktionstag  "Aktion Mensch" unter dem Motto "Begegnungen" statt, wobei sich der Beirat für behinderte Menschen der Stadt Bernau beteiligte. Insgesamt wurden zwei Stadtspaziergänge angeboten, wobei die Menschen mit Behinderungen den Menschen ohne Behinderungen ihre Lieblingsplätze zeigten und auf gute und schlechte Beispiele der Barrierefreiheit hinwiesen.

Die erste Stadtion des einen Spazierganges war die Kirche inklusive der Kirchengasse wobei auffiel, dass der Gehweg vor der Johannaschule sehr uneben ist. Die Granitplatten sind teilweise durchgebrochen und durch gepflasterte Regenrinnen unterbrochen, wodurch nur eine eingeschränkte Nutzung des Gehweges möglich ist. Als Lösungsvorschlag wurde hier eine Abdeckung mit Gittern zur Überquerung vorgeschlagen. 

An dem Gehweg direkt an der Marienkirche fällt auf, dass bei den Bordsteinabsenkungen keine besondere Markierung vorhanden ist, weshalb sich eine Querung dieser Stellen als schwierig erweist. 

Beim Café zum Husseiten findet sich dann ein gutes Beispiel für Barrierefreiheit. Hier wurde das Laufband, welches direkt am Café entlang führt nicht zugestellt und bietet somit eine optimale Orientierung für eingeschränkte Personen. Jedoch fehlt noch die Verbindung des Laufbandes zwischen der Louis- Braille- Straße und der Bürgermeisterstraße, welches bereits in Planung ist. Auch hier muss gewährleistet sein, dass das Laufband nicht zugestellt wird. 

In der Bürgermeisterstraße am Edeka wird die Spurbreite der Rampe erweitert, damit die Nutzung für Rollatoren auch gewährleistet ist. Positiv fällt auf das die Touristeninformation durch eine Rampe, das Orientierungssystem für Sehbehinderte und den Anschluss an das Laufband bereits barrierefrei erreichbar ist. Jedoch sind hier die gepflasterten Regenrinnen im Gehweg ein weiteres Hindernis für Rollstuhlfahrer. Auch hier sollten ausreichend breite Übergänge durch Gitterabdeckungen geschaffen werden. 

An der Stadtmauer ist der Zugang zur AWO problematisch, da das Laufband vor dem Gehweg endet. Durch eine Plattenergänzung könnte dieses Problem behoben werden. Ebenfalls behindern die Mülltonnen auf dem Gehweg die uneingeschränkte Benutzung. 

Letzendlich kam es in der "AWO Kontakt- und Begegnungsstätte" zu einem Erfahrungsaustausch und einer Auswertung der Routen mit allen Beteiligten. An diesem Aktionstag konnten einige Erkenntnisse über die Barrierefreiheit in Bernau erforscht und diskutiert werden.